Fischer und Müller unterstützen Bauknecht-Aktion für Flutopfer


Presseinformation vom 6. August 2021

Hans Fischer Logistics und Müller – Die lila Logistik übernehmen Transporte für Spendenaktion von Bauknecht nach Hochwasserkatastrophe Weilheim, 6. August 2021. Das Joint-Venture aus der Hans Fischer Logistics und Müller – Die lila Logistik hat die Transporte der insgesamt 600 Hausgeräte im Rahmen der Spendenaktion von Bauknecht Hausgeräte für die Opfer der Flutkatastrophe übernommen.

Als die Anfrage von Bauknecht kam, war es für die Hans Fischer Logistics und Müller – Die lila Logistik als langjähriger Partner der Bauknecht Hausgeräte GmbH, Teil der Whirlpool Cooperation, selbstverständlich, diese Aktion mit den nötigen Transporten zu unterstützen.

“Wir sind stolz, auf diese Weise die tolle Spendenaktion unterstützen zu dürfen.”

Thomas Fischer, Geschäftsführer der Hans Fischer Transport GmbH

Unbürokratisch wurde kurzfristig alles Notwendige organisiert, damit die insgesamt 600 Hausgeräte von den beiden Logistikspezialisten als Joint-Venture mit gesamt 8 Lkws zu dem jeweiligen DRK-Logistikzentren nach Kirchheim unter Teck und Euskirchen gefahren werden konnten.

„Die Bilder haben uns tief betroffen gemacht, so dass wir froh sind, einen Teil zur Verbesserung der schwierigen Situation vor Ort beitragen zu können“

Michael Müller, CEO der Müller – Die lila Logistik SE

Der Hausgerätehersteller Bauknecht spendet den Opfern der verheerenden Überschwemmungen im Westen Deutschlands dringend benötigte
Waschmaschinen, Wäschetrockner sowie Kühl-/ Gefrierkombinationen der Marken Bauknecht und Privileg. In Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) werden diese in Notunterkünften eingesetzt, um die Notlage der dort untergebrachten Menschen zu lindern.

Unternehmensprofil Hans Fischer Transport GmbH

Hans Fischer Logistics ist ein mittelständischer Full- Service Logistikanbieter, der maßgeschneiderte Logistikkonzepte für Kunden aus Industrie und Handel erstellt. Zusammen mit den 5 nationalen Fuhrparkdepots werden rund 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und täglich 165 Einheiten disponiert.

Unternehmensprofil Müller – Die lila Logistik SE MÜLLER

DIE LILA LOGISTIK ist einer der führenden Logistikdienstleister, der Konzeption und Umsetzung von Logistiklösungen miteinander verbindet. In und für nahezu allen Branchen entwickelt MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK ganzheitliche, kundenindividuelle Logistiklösungen rund um die Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik. Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an 20 operativen Standorten. Die Aktien der Müller – Die lila Logistik SE werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Abdruck honorarfrei. Belegexemplare erbeten.

Thomas Fischer im Interview über flexible Belieferungskonzepte

David: Guten Tag Herr Fischer, vielen Dank, dass Sie sich heute die Zeit nehmen, um mir im Rahmen meiner studentischen Abschlussarbeit im Fach „International Operations Management“ an der ESB Business School ein paar Fragen zu beantworten. Das Thema meiner Abschlussarbeit lautet „Wie kann Supply Chain Management in Deutschland nachhaltiger und gleichzeitig den Anforderungen an flexible Belieferungskonzepte wie Just-in-Sequence gerecht werden?“ Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie über Nachhaltigkeit in der Logistik nachdenken?

Thomas Fischer: Zu aller erst gilt zu differenzieren, in welchen Bereichen nachhaltig gewirtschaftet werden muss. Dies bezieht sich neben einer ökologischen und ökonomischen Orientierung auch auf eine soziale/ethische Ebene. Generell wird dieser Aspekt oft zu sehr vernachlässigt, da oft nur ökologische Aspekte oder langfristiges ökonomisches Wirtschaften beachtet werden. Bei Hans Fischer Logistics versuchen wir den Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit besonders hervor zu heben. Darunter unterscheide ich zwischen zwei Punkten. Zum einen geht es um eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, damit wir unsere Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binde können. Zum anderen will ich eine hohe und langfristige Kundenzufriedenheit generieren, sodass unsere Mitarbeiter entsprechende Qualifikationen mitbringen müssen und auf effektive Kommunikation mit dem Kunden hingewiesen werden.

David: Interessant! Worauf genau achten Sie denn beispielsweise bei der nachhaltigen Mitarbeiter- und Kundenbindung?

Thomas Fischer: Wir sind sehr darauf bedacht eine effektive und langfristige Kommunikation mit unseren Kunden zu gewährleisten. Daher achten wir sehr darauf, dass unsere Fahrer im zwischenmenschlichen Bereich und der Kommunikation stark sind. Durch überdurchschnittlichen monetären Ausgleich sowie hohen Fahrtkomfort in unseren LKW’s versuchen wir unsere Mitarbeiter für den Job zu begeistern, unsere Ansprüche an die Fahrer zu kompensieren und somit auch langfristig ans Unternehmen zu binden. Wenn die Fahrer zufrieden sind, geben sie dies auch an den Kunden weiter.

David: Ihr Unternehmen besitzt generell den Ruf auf ökologischer Basis sehr nachhaltig zu sein. Wodurch zeichnen Sie sich dort aus?

Thomas Fischer: Die ökologische Nachhaltigkeit kann auch durch sehr viele verschieden Faktoren zum Ausdruck gebracht werden. Wir bei Hans Fischer Logistics achten beispielsweise sehr auf die Motoren und Reifen unserer LKW’s. Unsere LKW’s haben extrem gute Emissionswerte, sind auf Langfristigkeit ausgelegt und werden regelmäßig inspiziert. Des Weiteren achten wir in unseren Lagerhallen darauf Energie zu sparen durch fortschrittliche Technik in der Nutzung von Klimaanlage, Heizung, Isolierung und Regenwasser. Außerdem sind wir sehr trendbewusst und versuchen beispielsweise zu einem möglichst papierlosen Unternehmen zu werden, in welchem Transaktionen ausschließlich digital abgeschlossen werden. Unsere Fahrer sollen Lieferpapiere via Smartphone transferieren anstatt alles ausdrucken zu müssen.

David: Um auf die Nachhaltigkeit Ihrer LKW’s zurückzukommen, welche Faktoren gibt es neben Emissionswerten noch zu beachten?

Thomas Fischer: Diesen Punkt würde ich auch sehr gerne mit der ökonomischen Form von Nachhaltigkeit in Verbindung bringen. Je länger ein LKW genutzt werden kann, desto besser für uns, da die Fahrzeuge selbstverständlich auch hohe Investitionen mit sich bringen. Daher steht auch das Ziel, die LKW’s möglichst flexibel einsetzen zu können, im Vordergrund. Wir sind sehr überzeugt von der LKW-Form „Mega-Trailer“. Diese haben zwar bewiesenermaßen einen höheren Schadstoffausstoß, jedoch sind sie sehr flexibel einsetzbar. Die überwiegende Nutzung dieser Art ermöglicht es uns in vielen Situationen ohne Investments auszukommen, was sicherlich auch ein Aspekt von Nachhaltigkeit ist.

David: Vielen Dank für diese Erklärung. Um nun über flexible Belieferungskonzepte zu sprechen, würde ich Sie gerne kurz mit einer Problemstellung konfrontieren, mit der Sie sicherlich vertraut sind. Kundenanforderungen in allen möglichen Branchen werden immer spezieller und individueller. Hersteller müssen darauf reagieren und Ihre Produktion immer flexibler gestalten. Durch das Belieferungskonzept „Just-in-Sequence“ kann der Hersteller Waren in einer gewünschten Abfolge zu einer gewissen Zeit in einer bestimmten Menge geliefert bekommen. Durch wechselnde Kundenanforderungen werden die Mengen pro Lieferung daher immer kleiner und spezieller. Im Gegensatz dazu sollen Transporter immer höhere Mengen auf einmal transportieren, um weniger Fahrten fahren zu müssen und somit weniger Schadstoffe zu produzieren. Die Bundesregierung hat nun schon mit der Einführung der sogenannten Giga-Liner in bestimmten Regionen Deutschlands reagiert, um Fahrten einzusparen. Giga-Liner können durch große Ladeflächen viel mehr Waren transportieren als herkömmliche Sattelzüge. Wie können sich Speditionen dem anpassen, um beide Ziele zur gleichen Zeit zu erfüllen?

Thomas Fischer: Das ist richtig. Dies stellt tatsächlich viele Spediteure vor eine große Aufgabe. Allgemein gesprochen gibt das Straßennetz in Deutschland leider noch nicht die notwendige Kapazität her, um Giga-Liner bundesweit einsetzen zu können. Dieser Ausbau wird auch noch dauern und wird Giga-Liner daher daran hindern, eine vorzeitige Trendwende einzuleiten. Generell ist allerdings das Konzept der Distributionszentren bzw. Güterverkehrszentren in Deutschland noch weiter ausbaufähig. Anbieter solcher Zentren sollten sich mit mehreren Firmen zusammenschließen und jene Zentren in strategisch geschickten Lagen ausbauen. Somit können LKW’s mit großen Ladeflächen ausschließlich zwischen solchen Zentren Linie fahren. Kleinere Fahrzeuge können dann bedarfsgerechte Mengen schneller und flexibler zum Kunden transportieren. Somit kann verhindert werden, dass große LKW’s oft nur teilweise beladen in Innenstädte Fahren und Schadstoffe verursachen. Ganz besonders hervor zu heben ist das sogenannte Milkrun-Konzept mit welchem ich bereits gute Erfahrungen gemacht habe.

David: Wie lässt sich denn das Milkrun-Konzept erklären?

Thomas Fischer: Das Milkrun-Konzept wurde von der Milchjungen Liefer-Methode abgeleitet. Hierbei übernehmen Transport-Fahrzeuge die Belieferung von mehreren Lieferanten an einen Kunden. Strategisch sinnvolle Standorte, die nah beieinander liegen schließen Verträge ab und das Fahrzeug sammelt überall Ware ein, um diese dann zum selben Kunden zu bringen. Somit können sogar Waren von unterschiedlicher Herkunft individuell zusammengestellt werden, um somit „Just-in-Sequence“ beliefern zu können. Das Konzept setzt selbstverständlich viel Kommunikation, Planung und Partnerschaft voraus, jedoch ist der generierte Vorteil durch diese Liefermethode unglaublich. Es können viele Fahrten eingespart, Kundenzufriedenheit generiert und alles in allem eine ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit gesichert werden.
Generell gilt es immer die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, dabei so stark wie möglich ausgelastet zu sein, um einen Fixkostendegressionseffekt zu erzielen und dabei den Kunden zufrieden zu stellen.

David: Lieber Herr Fischer, vielen Dank für diese wichtigen Inputs. Ich bedanke mich für Ihre Zeit und Unterstützung!

Schon gewusst?

Unser erstes Fahrzeug von Firmengründer Johannes Fischer in den 1920er Jahren.
Um das unternehmerische Risiko zu minimieren, wurde der Mercedes-Benz-Kombi der Zwischenkriegszeit als Allzweckfahrzeug eingesetzt. Der Aufbau für die Personenbeförderung war abnehmbar. Wochentags wurde Obst und Schlachtvieh transportiert, sonntags nutzten Fußballspieler und andere Sportler den „LKW-Bus“, um zu ihren Spielorten zu kommen.

erstes Fahrzeug